Steve Jobs ist omnipräsent. Das gilt besonders für den November: In diesem Monat wurde er nämlich zum CEO der Dekade gewählt. Vielleicht deshalb hat die Kollegin Elita Wiegand auf dem Blog von innovativ.in einen interessanten Artikel über die Faszination seiner Präsentationen geschrieben. Da möchte ich nicht hinten anstehen und in einer Top-7 die Geheimnisse von Jobs’ Präsentation lüften, nachdem die Idee schon lange auf meiner To-Blog-Liste stand. Die folgenden Punkte stammen allerdings nicht von mir, sondern sind aus einem Video von Carmine Gallo, einem Kommunikationstrainer. Ich habe lediglich die Punkte frei übersetzt und in meinen Worten beschrieben.
1. Setzen Sie ein Leitmotiv (“Set the Theme”)
Eigentlich der erste und wohl wichtigste Schritt. Wird aber oft vergessen. Was ist genau das Thema Ihrer Präsentation? Was wollen Sie eigentlich genau sagen? Dieses Motiv zieht sich dann durch die gesamte Präsentation. Idealerweise ist es kurz, eingehend und bleibt hängen.
2. Spinnen Sie den roten Faden (“Provide The Outline”)
Helfen Sie Ihren Zuhören, Ihnen folgen zu können. Sagen Sie Ihnen zunächst, was Sie sagen werden: Erstens, zweitens, drittens.
Jeder Teil beginnt und endet dann mit einer klaren Aussage. Idealweise ist auch die Aussage dazwischen klar.
3. Sprühen Sie (“Demonstrate Enthusiasm”)
Wenn nicht mal Sie selbst überzeugt sind, wie wollen Sie dann die Zuhörer überzeugen und packen? Wählen Sie sich Themen, die Sie begeistern. Lassen Sie diese Begeisterung spüren und packen sie so das Publikum.
4. Verkaufen Sie eine Erfahrung (“Sell an Experience”)
Steve Jobs verkauft keine Produkte, sondern Erfahrungen. Genau so sind seine Folien auch aufgebaut. Er verkauft das Gefühl und nicht den iPod. Deshalb arbeitet er mit Analogien und gibt Zahlen und Statistiken einen Sinn.
5. Das Auge isst mit (“Make it Visual”)
Ihre Folien sind keine Zusammenfassung des Gesagten (dazu dient allenfalls das Handout am Schluss), sondern untermalen Ihre Aussagen. Untermalen – und nicht zutexten. Überladen Sie deshalb Ihre Folien nicht, sondern arbeiten Sie mit einfachen Bildern.
6. Zeigen Sie es ihnen (“Give ‘em a Show”)
Was ist der Moment in Ihrer Präsentation, der am meisten hängen bleibt oder bleiben soll? Identifizieren Sie diesen Moment und bauen Sie Ihre Präsentation darum herum auf. Alles in der Präsentation zeigt genau auf diesen Moment.
7. Üben, üben, üben (“Rehearse, Rehearse, Rehearse”)
Als Steve Jobs erstmals nicht mehr persönlich an der Macworld im Januar auftrat, betonte er, wie sehr er die freie Zeit um Weihnachten geniesse. Vorher habe er in dieser Zeit immer seine Präsentation erstellt und eingeübt, was ein ziemlicher Stress war.
Bei dieser Aussagen kamen viele Beobachter ins Staunen: Das sieht doch alles so leicht aus? Steve Jobs ist doch ein Naturtalent? Der schafft das doch mit links? Natürlich, das stimmt, aber nur, nachdem er es geübt, geübt und dann noch einmal geübt hat. Das sollten wir uns auch zum Vorbild nehmen.
Bonus Tipp: Der Bonus (“Give your Audience an Added Bonus to Walk away with”)
Steve Jobs pflegt, am Schluss die Bühne zu verlassen, um sich kurz vor dem Vorhang umzudrehen mit den Worten: “One more thing…” Dann werden so “Nebensächlichkeiten” wie der iPod touch, das MacBook Pro oder Safari für Windows eingeführt. Das sind genau die Dinge, die dem Publikum bleiben. Geben also auch Sie Ihrem Publikum einen Bonus, den es nicht erwartet und der sie dann nach Hause begleitet.
Bonus: Der Buchtipp
Mein Bonus für Sie ist eine Buch-Empfehlung. Wenn Sie sich nämlich für dieses Thema weiter interessieren, kann ich Ihnen das Buch “ZEN oder die Kunst der Präsentation” sehr ans Herz legen. Hier lernen Sie, wie Sie Ihre Präsentationen so gestalten können, dass Ihre Aussagen auf den Punkt gebracht werden und Sie Ihr Publikum begeistern. Hilfreich ist auch die Webseite des Autors Garr Reynolds mit vielen Beispielen.
Foto von acaben

Mein Name ist Ivan Blatter und ich bin Ihr Office Trainer: Ich helfe Ihnen, produktiver zu arbeiten. Schauen Sie sich um, erfahren Sie mehr 




{ 1 Kommentar… lesen Sie unten oderschreiben Sie selbst einen }
Der Witz ist: Das gilt bei weitem nicht nur für Kraftpunkt-Präsentationen, sondern in jeder Lebenslage. Die Punkte dienen als gute Anhaltspunkte, wie man die Magie guter Präsentationstechnik auch in den Alltag bringen kann.