Die Mini-Serie “Analog vs. Digital” über das Notieren will aufzeigen, welche Vorteile Notizen auf Papier und welche Vorteile elektronische Notizen aufweisen. Die beiden Medien sollen nicht gegen einander ausgespielt werden. Egal ob Termine, Buchzusammenfassungen, Notizen, Ideen, Telefonnummern oder Adressen: Sie können alles auf Papier oder elektronisch erfassen und verwalten. Doch beide Methoden haben ihre Vorzüge. Und um diese geht es hier.
Im ersten Teil der Mini-Serie “Analog vs. Digital” stehen Papier und Bleistift, Kugelschreiber oder Stift im Vordergrund. Ist denn das klassische Notizbuch überhaupt noch zeitgemäss bei all den Smartphones, PDAs und UMPCs? Keine Ahnung. Doch die Kombination aus Notizbuch und Stift weist gewisse Vorteile auf. Hier meine Top-Ten:
- Schnelligkeit: Es gibt wohl kaum ein anderes Medium, welches so schnell zu Hand ist: Notizbuch auf, Stift in die Hand und los gehts. Kein Starten, kein Anwählen eines Programms, kein Suchen nach der Funktion, die Sie gerade brauchen, sondern das Notieren steht im Vordergrund und sonst nichts.
- Verfügbarkeit: Selbst wenn Sie Ihr Notizbuch vergessen haben, können Sie auf sonst etwas schnell etwas notieren und diesen Zettel danach in Ihr System einkleben oder einordnen. Um kurze Einfälle oder Ideen zu notieren, habe ich sogar in der ganzen Wohnung und an meinem Arbeitsplatz an verschiedenen Orten Notizblöcke mit Stift hingelegt. Die nächste Gelegenheit, etwas zu notieren, ist so höchstens 2-3 Meter weit weg.
- Tragbarkeit: Sicher, Smartphone und PDA oder auch ein leichtes Laptop sind auch tragbar. Doch sie sind immer noch dicker und schwerer als ein dünnes Heftchen oder ein paar lose Blätter. Papier gibt es in allen Formaten, Sie können es falten, zusammen rollen und sich sogar drauf setzen. Probieren Sie das lieber nicht mit einem PDA.
- Kein Einarbeiten: Sie und ich können schreiben. Mehr brauchen Sie nicht. Sie müssen sich nicht in ein Programm einarbeiten oder zuerst eine Dokumentation lesen. Sie können einfach gleich loslegen.
- Billig: Sie müssen schon einige Notizblöcke füllen, bis Sie so viel ausgeben haben wie für ein Smartphone oder einen PDA. Notizbücher und -blöcke gibt es in allen Formaten und in allen Ausstattungen. Sie mögen es edel? Kaufen Sie sich ein Moleskine. Sie sehen Notizhefte als Gebrauchsgegenstände? Kaufen Sie sich ein billiges Heft. Und Umweltbewusste können sogar die Rückseite vom Altpapier benutzen.
- Keine Abstürze: Ein Notizbuch kann nicht abstürzen. Sie können es zwar verlieren (wie einen PDA auch), aber Sie werden nicht wegen der Technik beim Notieren unterbrochen.
- Keine leeren Akkus: Auspacken, schreiben und fertig. Kein tägliches Überprüfen des Akkustandes und im entscheidenden Moment ist der Akku trotzdem leer. Ein Notizbuch ist immer und sofort startklar.
- Gehirngerechtes Notieren: Unser Hirn denkt nicht in Worten oder Zahlen, sondern in Bildern, Farben, Symbolen, Gefühlen, Metaphern. Das können Sie mit Papier viel besser nachahmen als mit einem technischen Gerät. Oder haben Sie schon mal an einem Computer frei gezeichnet? Eben. Ausser Sie sind Grafikspezialist oder haben einen Tablet PC oder ein Grafiktablett. Sonst macht das keinen Spass.
- Kreatives Denken: Auf Papier können Sie schnell einen Pfeil zu einer ähnlichen Stelle ziehen oder ein rotes Ausrufezeichen für Wichtiges schreiben. Papier lädt geradezu ein, zu zeichnen, zu skizzieren oder Darstellungen nachzuzeichnen. Und das fördert das kreative Denken.
- Übersichtlich: Ein Blick und Sie erkennen, was Sie notiert haben. Wenn Sie auch noch mit Farben, Mind-Maps, Zeichnungen oder Skizzen arbeiten, geht das sogar noch schneller und Sie können sich beispielsweise in wenigen Minuten die wichtigsten Punkte eines Buches wieder in Erinnerung rufen.
Das sind meine zehn grössten Vorteile von Papier und Stift. Ob ich überhaupt Papier zum Notieren nutze, sei noch nicht verraten. Wenn Sie schon lange genug mitlesen, wissen Sie es zwar schon. Doch lassen Sie mich im nächsten Blogeintrag die Vorteile einer elektronischen Lösung aufzeigen, bevor ich dann Stellung beziehe.
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habe bei mir eine schreibplatte von aiptek in betrieb da kann man auf normalem papier schreiben und gleichzeitig wird das geschriebene digitalisiert und auf einer sd card gespeichert das ganze kann man dann auf dem pc speichern und ggf. in ein formular einfügen brauche das system meistens bei aufmaßen auf baustellen und bei besprechungen vor ort
@erwin: Du nimmst mir die ganze Pointe vorweg. Das soll doch erst in meinem Fazit stehen.
Mittlerweile gibt es verschiedene Systeme, wie man Notizen digitalisieren kann: Entweder über einen Scanner oder direkt über das Schreibgerät, welches Notizen während des Schreibens digitalisiert. So hat man die Vorteile sowohl von der analogen Erfassung als auch der digitalen Weiterverarbeitung.
Ivan Blatters letzter Blogbeitrag im eigenen Blog: links und rechts! – 31. Mai 2008
das wirklich intressante an der sache ist die das man seine schriftlichen sachen ,auch skizzen über ein ocr programm in formulare einfügen kann(pdf) und diese dann sehr einfach absortieren bzw. weiter verarbeiten kann.
Ich generiere z.b. regelmäßig meine Tagesmemos damit um sie an die leute zu verschicken die bei meinen Besprechungen dabei waren damit sie das ganze noch einmal quer lesen können und ggf. noch Nachträge bei falscher kommunukation anfügen können.Ist für das Verständniss sehr hilfreich,z.b. für die verfolgung von Besprechungen über den Zeitraum X hinweg.
Schau auf ihre Taten nicht auf ihre Worte;-)
Ein großes Problem beim Papiernotizbuch ist, dass man in der Regel kein Backup hat. Digitales ist mal eben schnell automatisiert gesichert, aber rein analog wird das schwierig.
@Hartei: Genau! Siehe auch im zweiten Teil meiner Serie, wo es um elektronische Notizen geht.
Ivan Blatters letzter Blogbeitrag im eigenen Blog: Mini-Serie: Analog vs. Digital: Elektronische Notizen
Es kann eigentlich nicht mehr lange dauern mit dem elektronischen Papier (http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronisches_Papier), oder?
Die Vorteile von Analog und digital wären kombiniert, leider gibts zur Zeit noch nicht meine Traumkombination:
- farbiges ePaper
- berührungsempfindlich, für Notizen
- offenes System (nicht der x-te proprietäre eBook-Reader; offene Dateiformate; wechselbare Standard-Akkus; offenes Betriebssystem, damit sich viele nette OpenSource-Applikationen dafür schreiben oder wiederverwenden lassen)
Angekündigt wirds schon seit Jahren…
Rolf F. Katzenbergers letzter Blogbeitrag im eigenen Blog: Schummeln ist gut!
@Rolf: Du sprichst mir aus der Seele! Das wäre auch mein Traum!
Allerdings würde es mir als reines, “leeres” Notizpapier nichts nützen – denn dann kann ich gleich ein “normales” Papier einscannen -, sondern nur in Kombination digitalen Daten: Also beispielsweise ein eBook, in das ich schreiben, unterstreichen und Dinge hervorheben kann. Oder ein Formular, dass ich direkt von Hand ausfüllen und verschicken kann. Solche Dinge halt.
Ivan Blatters letzter Blogbeitrag im eigenen Blog: links und rechts! – 6. Juni 2008
mal bei oxford papier reinschauen ,teste gerade die anoto papier sache ,wegen umwandlung in sätliche anwendungen per script mal sehen…………
Hier der Vollständigkeit haber noch der Link auf anoto, welches erwin anspricht: http://www.anoto.com.
Ivan Blatters letzter Blogbeitrag im eigenen Blog: links und rechts! – 05. Juli 2008
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