
photo by norm_p
Huch, der Titel liest sich pathetischer als gewollt. Naja, dafür passt er zum Bild
.
“Und als sie ihre Ziele aus den Augen verloren hatten, verdoppelten sie ihre Anstrengungen”
Mark Twain
Oft zitiert, der gute Mark Twain, aber noch öfters ignoriert. Leider. Es gibt wohl nie den richtigen Zeitpunkt, sich hinzusetzen und sich Gedanken zu seinem Leben zu machen. Meistens haben wir “Wichtigeres” zu tun. Klar, wir leben in einer gehetzten Welt, doch schlussendlich lassen wir uns auch ein Stück weit hetzen. Deshalb:
Nehmt euch heute (jetzt?) Zeit und macht euch Gedanken zu eurem Leben. Nehmt euch die Zeit, setzt Prioritäten.
10-20 Minuten können euch bereits weiter bringen, als ihr euch vorstellen könnt. Wer sich aber noch besser kennen lernen will, der muss mehr Zeit einplanen. Doch vergesst nicht: Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich.
Das Schwierigste ist der Einstieg. Doch Gott sei Dank: Es gibt recht einfache Methoden, wie man sein Leben betrachten kann und wie man weiter kommt. Heute möchte ich kurz die Plus-Minus-Analyse vorstellen.
Ich bin mir nicht sicher, wer die Methode erfunden hat (wenn es denn einen Erfinder gab). Kennengelernt habe ich sie auf zeitzuleben.de. Die Plus-Minus-Analyse ist sehr einfach anzuwenden. Es geht eigentlich nur darum, alles Positive und alles Negative im eigenen Leben aufzulisten. Das kann man spontan machen oder man kann damit beginnen, sich die Bereiche überlegen, die einem wichtig sind. Also beispielsweise: Ich (mental, emotional), Familie, Arbeit, Freizeit (Hobbies, Freunde), Gesundheit, Sport, Spirituelles usw. Überlegt euch dann zuerst alle positiven Aspekte pro Bereich. Wenn ihr damit fertig seid, dann alle negativen Aspekte. Habt Geduld mit euch selber, wenn es nicht gerade sprudelt. Plötzlich kommt dann doch noch etwas, was vielleicht ganz tief in einem geschlummert hat.
Wenn das geschafft ist, dann habt ihr jetzt eine Liste mit euren wichtigsten Lebensbereichen vor euch. Auf dieser Liste stehen alle positiven und alle negativen Aspekte. Jetzt gehts ans Sortieren: Was sind die 3-5 wichtigsten positiven Punkte und was die 3-5 wichtigsten negativen Punkte? Daraus lassen sich dann Ziele ableiten. Ein Beispiel:
Ich finde heraus, dass mir die Familie das wichtigste überhaupt ist. Doch leider verbringe ich zu wenig Zeit mit ihr. Also setze ich mir als Ziel, mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen. <- Achtung: Das ist ein sehr schwammiges Ziel. Unbedingt konkretisieren! So beschliesse ich, meine Freizeitaktivitäten zu verringern und zwar reduziere ich meine Männerabende von 1x pro Woche auf 1x pro Monat. Als nächsten Schritt beschliesse ich, dies gleich Übermorgen meiner Männerrunde zu erklären.
Ich finde auch heraus, dass ich in meinem Job schon innerlich gekündigt habe. Es besteht keine Hoffnung auf Verbesserung der Situation. Also setze ich mir das Ziel, einen neuen Job zu suchen. <- Sie wissen schon: Vorsicht Schwamm!Deshalb werde ich am Wochenende meinen Lebenslauf aktualisieren und abonniere diverse Job-Blogs.
Mit dieser Methode kommt man auf sehr einfachem Weg zu ein paar Zielen, die man dann weiter verfolgen kann. Diese Ziele beziehen sich auf die Lebensbereiche, die einem wirklich wichtig sind. Um das Ziel dann auch erreichen zu können, müsst ihr unbedingt den nächsten Schritt formulieren und zwar so konkret wie möglich. Dann geht es nur noch darum, diesen nächsten Schritt aufzuführen und dann wieder einen neuen nächsten Schritt zu definieren. So lässt sich das grosse Ziele in kleine, machbare Bröckchen unterteilen. Und damit wird das Ziel auch erreichbar!

Mein Name ist Ivan Blatter und ich bin Ihr Office Trainer: Ich helfe Ihnen, produktiver zu arbeiten. Schauen Sie sich um, erfahren Sie mehr 



